Gedanken zu dem verstorbenen Stephen Hawking

Liebe interessierte Leser,

ganz sicher hat dieser Artikel nichts mit der örtlichen Politik zu tun. Aber ich bin ja auch nur im allergeringsten Teil meines Ichs Kommunalpolitikerin – vielmehr bin ich ja ich.

Ich habe vom Tode des großen Stephen Hawking erfahren und es hat mich traurig gestimmt. Er wurde 76 Jahre alt.

Hawking hat mich Zeit meines Lebens immer ein Stück begleitet. Bereits als Schulmädchen hörte ich von ihm und las das erste Buch, Auf der Sternwarte am Lindener Berg traf ich auf seine außergewöhnlichen Leistungen im Rahmen eines Vortrages, genauso wie auf einer Sonderausstellung in Wiesbaden zum Thema Astronomie.

Das dieser Mensch zu den klügsten Köpfen seiner Zeit gehört, ist wohl kaum in Abrede zu stellen. Was ihn wirklich einmalig macht auf dieser Erde, ist das er seit dem jungen Erwachsenenalter von seiner schweren Krankheit vielfach beherrscht und eingeschränkt wurde. Was musste er alles an Freiheiten aufgeben, die seine Umwelt für sich als Normal betrachtet? Doch seinem außergewöhnlichen Verstand konnte ALS nichts anhaben, was mich für ihn sehr froh macht.

Als behinderter, kranker Mensch fragt man sich oft: was wäre wenn… und für manche wird diese Frage so schwer, dass sie daran seelisch krank werden. Noch zusätzlich zum organischen, körperlichen Leid.

Hawking war mir persönlich als eine Persönlichkeit mit körperlicher Behinderung immer ein Vorbild. Natürlich kenne ich ihn nicht als Privatperson, aber das ist auch nicht wichtig, weil man an ihm sehr gut verdeutlicht bekam, dass Stärke und Kraft nicht ausschließlich mit Muskelkraft gleichzusetzen ist.

Besonders beeindruckend fand ich seine inhaltliche Auseinandersetzung zur Thematik „Gibt es Gott?“. Er entwickelte aus verschiedensten physikalischen Denkansätzen heraus eigene Theorien zur Existenz Gottes. Hochspannend und eine beeindruckende Leistung dieses Mannes.

Ich bin traurig, diesen großen Geist zu verabschieden. Aber in der Hoffnung, dass Mister Hawking als neugieriger, hungriger Geist nun seine letzten Fragen beantworten kann.

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