Schulausschusssitzung 19.10.2017: Förderschule “Am Wasserwerk”

Die Förderschule am Wasserwerk ist im Zuständigkeitsbereich der Region. Sowohl im Schulausschuss der Stadt Burgdorf, als auch im Schulausschuss der Region sind wir vertreten. Christiane Wichmann liegen die Bedürfnisse behinderter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener besonders am Herzen.

Die in Burgdorf ansässige Wasserwerkschule steht vor einem großen Problem. Raumnot sowohl im eigenen Haus, als auch Raumnot in der IGS Burgdorf führten zu einem Konflikt, der nun zu Lasten der zum Teil schwer geistig, behinderten Kinder geht. Sie müssen nämlich ihre angemieteten Ausweichräume in der Prinzhornschule verlassen.

Ausweichquartiere, die temporär genutzt werden könnten scheinen nicht vorhanden zu sein, oder die Freiflächen sind nicht mit Baurechten versehen.

So muss man nun auf Uetze ausweichen. Eine deutliche Verschlechterung für die betroffenen Kinder. Längere Fahrtzeiten, erworbene Selbstständigkeiten im ÖPNV gehen verloren, in Uetze ein maroder Bau, der nur eingeschränkt nutzbar ist, sogar Container müssen aufgestellt werden, aber der wirkliche Verlust, ist, dass die gewohnten Therapien, wie z.B. die Reittherapie nicht mehr genutzt werden können.

Stadt und Region schieben in den Ausschüssen jeweils der anderen Verwaltung die Schuld zu. Fakt ist, dass jede Verwaltung sich bewusst ist, dass Flächen ohne Baurechte einen enormen zeitlichen Vorlauf benötigen, um nötige Baurechte zu schaffen und dies obliegt ganz klar der Stadt Burgdorf und der SPD in Burgdorf. Eine Kündigung gegenüber der Region auszusprechen, mit einer Frist von 18 Monaten, ist ein Rauswurf, weil die Region nicht in der Lage ist binnen 18 Monate eine Schule zu bauen. Das schaffte der Burgdorfer Rat in der Vergangenheit nämlich selbst nie, aufgrund strikter baurechtlicher Abläufe.

Auf die Region zu zeigen, ist also etwas zu einfach. Aber folgen wir doch einfach mal dem Vorwurf. Schauen wir in die Region. Wer hat denn dort das sagen? Ah! Die GroKo aus SPD und CDU! Und da wären wir also bei den eigenen Parteifreunden und Genossen. Ja, warum hat man dann keine Lösung geschaffen? Ich behaupte, weil man es einfach haben will, bequem und vor allem, man will die geistig, behinderten Kinder weg haben. Förderschule muss weg aus der Gegend des Imageprojektes IGS. Ein Armutszeugnis das hier von der SPD abgeliefert wird, egal ob Region oder Stadt.

Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe!!

Wir von der AfD-Fraktion wollen den Kindern ihr gewohntes Umfeld erhalten, die Sicherheiten, die sie in Burgdorf erwerben konnten, die wichtigen Therapien und ein gutes Lernumfeld. Wir wollen vor allem die behinderten Kinder und ihre Eltern in Burgdorf behalten.

Wir sagen ganz klar NEIN zum neuen Standort in Uetze! Und was uns so unglaublich traurig macht ist, dass hier eine „Not“ nicht reicht, um Container einfach mal in Burgdorf auf eine grüne Wiese zu stellen. Als die Not der Asylsuchenden und der Wirtschaftsflüchtlinge groß war, wurde jedoch binnen kürzester Zeit Unmögliches möglich gemacht. “Aber Behinderte haben eben keine Lobby und das spüren die Betroffenen und deren Familien auch immer wieder. Ich weiß, wovon ich rede, ich gehöre nämlich dazu.”, so Christiane Wichmann.

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