Querungshilfe Hülptingsen

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Worum geht es dabei? Anwohner beschreiben, dass das vorhandene Tempolimit (30 km/h) häufig unbeachtet bleibt. Es besteht Sorge um die Kinder, die sich im Straßenbereich aufhalten, um den täglichen Schulweg zu absolvieren.

Bushaltestelle Hülptingsen: Hier müssen täglich Kinder die Straße überqueren

Wie können Sorgfaltspflicht und Unfallvermeidung verbessert werden? Querungshilfen, egal ob Fußgängerüberweg mit Ampel oder Zebrastreifen, erscheinen als Möglichkeit, müssen aber abgeglichen werden mit den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung. Auch Zählungen des Verkehrs- oder Personenaufkommens können hilfreich sein bei einer Entscheidungsfindung.
Zählungen ergaben, dass zu wenige Personen für eine Querungshilfe die Fahrbahn überqueren. Die Kosten für eine Ampel oder einen Zebrastreifen sind hoch und stehen aus finanzpolitischer Sicht in keinem Verhältnis zur Situation. Trotzdem sind Sicherheit und Unfallvermeidung wichtig!

Was also tun?
Die Fraktionsvorsitzende der AfD, Christiane Wichmann, schlug dem Ausschuss Umwelt, Stadtentwicklung und Bau bereits bei den ersten Verhandlungen zur Querungshilfe in Hülptingsen vor, sich dem bewährten „Schülerlotsen-System“ zu bedienen!
Warum Schülerlotse? Schon heute werden in Grundschulen häufig Patenschaften der höheren Jahrgangsstufen für die Erstklässler angeboten. Diese Idee beruht auf dem Lotsen-Prinzip. Größere Kinder „lotsen“ Erstklässler durch den Schulbetrieb. Kinder erlernen dabei wichtige Eigenschaften. Wenn Kinder die Verantwortung für einen Bereich erhalten, den sie selbstständig mit Leben ausfüllen können, so stärkt dieses das Selbstwertgefühl der Kinder. Sie lernen Verantwortung und Vertrauen.

Blick von der Bushaltestelle in Richtung des Neubaugebietes

Daher freut sich die Fraktionsvorsitzende außerordentlich, dass ausgerechnet die SPD ihrem Vorschlag gefolgt ist. Uns ist klar, dass die SPD Fraktion sich lieber die Zunge abbeißen würde als anzuerkennen, dass gute Sachvorschläge im Sinne der Stadtpolitik nichts mit Parteien zu tun haben. Deswegen änderten die Kollegen einfach ein Wort: aus Schülerlotse machen sie Erwachsenenlotse! Wir wissen das, liebe SPD! Aber wir sind immer noch der Meinung, dass dies der richtige Weg ist und daher haben wir auch mit Ihnen gestimmt, was bei der SPD zu großer Verwunderung geführt hat. Es geht nämlich nicht um Parteien und Macht, sondern um das Leben vor Ort!

Leider wird mit Erwachsenen-Lotsen den Eltern von heute noch mehr aufgebürdet. Jugendliche können unserer Meinung nach diese Verantwortung gut tragen und Verantwortung ernst nehmen. Allerdings meinen wir auch, dass Eltern, die ihr Kind in der Regel am besten kennen, ihr Kind im Straßenverkehrsverhalten richtig einschätzen. Kinder, die sich wenig sicher verhalten, werden bestimmt auch künftig von einem Elternteil begleitet werden.
Die grundsätzliche Frage, die wir uns bei diesem Thema stellen möchten, ist: „Wieso mutet man generell Kindern, Jugendlichen und mündigen Erwachsenen immer weniger zu?

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